Gesundheit

Immer mehr Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Ernährungswissenschaft und Sport empfehlen heute zum optimalen Erhalt der Gesundheit eine vegane Ernährung. Dieser Wandel stützt sich auf umfangreiche Forschungen, die zeigen, dass diese Ernährung mit einem geringeren Auftreten von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und einigen Krebsarten in Verbindung steht.

Die westliche Ernährung

Eine westliche Ernährung ist gekennzeichnet durch den erhöhten Verzehr von raffinierten Ölen, zugesetztem Zucker und großen Mengen an Fleisch, Eiern und Milchprodukten sowie wenig Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Als eine direkt Folge dieser Ernährung steigt die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen stetig an.

Fettleibigkeit

Adipositas (d. h. ein Body-Mass-Index von mehr als 30 Punkten) ist eine schwere und lebensbedrohliche Erkrankung, durch die das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle steigt. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind in Europa 23 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer adipös1. Eine pflanzliche Ernährung kann eine bessere Kontrolle des Körpergewichts ermöglichen als herkömmliche fettarme Ernährungsweisen2.

Herzerkrankungen

Herzerkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache3. Eine Hauptursache dafür ist der Verzehr tierischer Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthalten. Dadurch steigt der Cholesterinspiegel und damit auch das Risiko für Herzerkrankungen. Pflanzliche Nahrungsmittel jedoch sind reich an ungesättigten Fettsäuren und enthalten kein Cholesterin. Eine Ernährung mit vielen pflanzlichen Produkten wie Vollkorn, Bohnen, Nüssen, Obst und Gemüse kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und Herzerkrankungen zu verhindern4.

Krebs

Schätzungen zufolge verursacht der unzureichende Verzehr von Obst und Gemüse weltweit rund 14 Prozent der Todesfälle durch Magen-Darm-Krebs5. Ursächlich für Krebserkrankungen sind neben den fehlenden pflanzlichen Nahrungsmitteln unter anderem auch verarbeitete Fleischprodukte. Im Jahr 2015 gab die Weltgesundheitsorganisation bekannt, dass in epidemiologischen Studien hinreichend bewiesen wurde, dass verarbeitetes Fleisch der Gruppe 1 einzuordnen sei, also der Gruppe an Lebensmitteln, die für den Menschen krebserregend ist6. Es wurde festgestellt, dass der Verzehr von verarbeitetem Fleisch Darmkrebs verursacht und ein Zusammenhang mit Magenkrebs besteht. Rotes Fleisch wurde in die Gruppe 2A eingestuft, was bedeutet, dass es für den Menschen „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Die deutlichsten Belege für einen Zusammenhang mit dem Verzehr von rotem Fleisch liegen für Darmkrebs vor. Es gibt auch Hinweise auf Verbindungen zu Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs.

„Sich pflanzlich zu ernähren ist ein guter erster Schritt, wenn es darum geht, gesund zu essen und das Krebsrisiko zu reduzieren.” – World Cancer Research Fund

Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes ist eine potenziell tödliche Erkrankung, die bei den meisten Menschen durch einfache Veränderungen der Lebensgewohnheiten verhindert, kontrolliert oder verbessert werden kann7.

Bei einer Analyse von 14 verfügbaren Studien stellte ein Forscherteam fest, dass “die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken bei vegetarisch lebenden Menschen um 27 Prozent niedriger ist als bei omnivor lebenden Menschen“ und dass insbesondere „bei vegan lebenden Menschen im Vergleich zu sich vegetarisch Ernährenden die Wahrscheinlichkeit meist am geringsten ist“. Selbst bei gleichem Körpergewicht haben vegan lebende Menschen ein geringeres Diabetesrisiko8.

Gesundheitliche Auswirkungen

Die Lebensmittel, die wir essen, haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Häufig werden in der Massentierhaltung Antibiotika eingesetzt, um Tiere unter den elenden Bedingungen in Großbetrieben am Leben zu erhalten. Aufgrund dieses übermäßigen Einsatzes von Antibiotika entwickeln immer mehr Menschen Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika, was dazu führt, dass sie gegen bestimmte Infektionen und Krankheiten nicht mehr effektiv behandelt werden können. Dr. Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation, sagte: “Wir stehen vor einer post-antibiotischen Ära, in der viele verbreitete Infektionen nicht mehr geheilt und so wieder tödlich sein können“9.

Es gibt gute Nachrichten

„Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen – inklusive der veganen – gesund und ernährungsphysiologisch angemessen sind sowie gesundheitliche Vorteile bei der Prävention und Behandlung bestimmter Krankheiten haben können.“ – Academy of Nutrition and Dietetics, die weltgrößte Organisation für Nahrungs- und Ernährungsfachleute

Es gibt gute Nachrichten! Nicht nur die Gene allein sind verantwortlich für unsere Gesundheit. Auch eine Veränderung der Ernährung und des Lebensstils kann das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle, einige Krebsarten und Typ-2-Diabetes erheblich senken. Mehr über eine rein pflanzliche Ernährung finden Sie in unserem Veganen Starterkit.

Zum Veganen Starterkit

1 ‘Obesity Statistics, Briefing Paper’, Carl Baker, House of Commons library, 20. Januar 2017 [https://researchbriefings.parliament.uk/ResearchBriefing/Summary/SN03336]

2 Turner-McGrievy GM, Barnard ND, Scialli AR. A two-year randomized weight loss trial comparing a vegan diet to a more moderate low-fat diet. Obesity (Silver Spring). 2007 Sep;15(9):2276-81.[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17890496/]

3 ‘The top 10 causes of death’. World Health Organization, 24. Mai 2018 [https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/the-top-10-causes-of-death]

4 ‘Healthy diet’. World Health Organization, 28. Oktober 2018 [http://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/healthy-diet]

5 ‘Promoting fruit and vegetable consumption around the world’, World Health Organization [http://www.who.int/dietphysicalactivity/fruit/en/index2.html]

6 ‘Q&A on the carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat’, World Health Organization [http://www.who.int/features/qa/cancer-red-meat/en/]

7 ‘Type 2 diabetes can be reversed in just four months, trial shows’, Sarah Knapton, The Telegraph, 15. März 2017 [https://www.telegraph.co.uk/science/2017/03/15/type-2-diabetes-can-reversed-just-four-months-trial-shows/]

8 Lee Y, Park K. Adherence to a vegetarian diet and diabetes risk: a systematic review and meta-analysis of observational studies. Nutrients 2017, 9(6), 603 [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5490582/]

9 ‘Weltgesundheitstag 2011′, Weltgesundheitsorganisation. [www.who.int/mediacentre/news/statements/2011/whd_20110407/de/]

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