Verteilung der veganen Nahrungsmittelhilfe: Unsere erste Woche

In dieser Woche haben sich Million Dollar Vegan (MDV) in insgesamt sechs Ländern in Amerika und Europa mit lokalen Wohltätigkeitsorganisationen und veganen Restaurants zusammengetan, um denjenigen, die seit dem Aufkommen von COVID-19 in Not geraten sind, Tausende kostenlose Mahlzeiten zur Verfügung zu stellen.

Million Dollar Vegan, als internationale gemeinnützige Organisation, die vor allem dafür bekannt ist, Papst Franziskus und den Präsidenten der Vereinigten Staaten dazu herauszufordern, sich einen Monat lang vegan zu ernähren und dafür eine Million Dollar für wohltätige Zwecke zu erhalten, fühlt sich zum Handeln verpflichtet, um bedürftigen Menschen in der Not zu helfen und ihnen den besten Weg zur Verhinderung künftiger Pandemien aufzuzeigen.

Mehrere führende Experten und Wissenschaftler auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit unterstützen die Wohltätigkeits- und Bildungsinitiative von MDV, darunter die Doktoren Neal Barnard, Michael Greger und Aysha Akhtar. Sie ermutigen jeden dazu, sich gesundheitsfördernd pflanzlich zu ernähren, die Umwelt besser zu schützen und das Risiko der Ausbreitung einer weiteren Pandemie zu verringern.

Vereinigte Staaten

In Los Angeles unterstützte die Hollywood-Schauspielerin und Autorin von The Kind Diet, Alicia Silverstone, das MDV-Team bei der Herstellung und Verteilung von 700 Mahlzeiten an obdachlose Militärveteranen. Es gibt in LA mehr obdachlose Veteranen als in jeder anderen Stadt, und sie stehen in der gegenwärtigen Situation vor schwierigen Herausforderungen. Alicia erzählte uns, warum sie diese Initiative unbedingt unterstützen wollte: „Das Töten von Tieren ist unethisch und obsolet, und es tötet auch uns“, sagte sie. „Wir müssen Pandemien vom Speiseplan nehmen und auf pflanzliche Lebensmitteln umstellen.”

Die gesunden, für das Immunsystem fördernden Mahlzeiten auf pflanzlicher Basis, die von Chefkoch Kevin Tran aus dem beliebten Restaurant Vinh Loi kreiert wurden, fanden bei den Veteranen großen Anklang. Sie bezeichneten das Essen als „erstaunlich“, „wirklich schmackhaft“ und „besser als alles, was ich seit sehr langer Zeit gegessen habe“.

Die MDV-Direktorin Naomi Hallum, die die Nahrungsmittelhilfe in Los Angeles koordinierte, sagte: „Wir wollten mit unserer vorherigen Kampagne “Make America Healthy Again” wirklich etwas für die Veteranen der Vereinigten Staaten tun, daher war dies die ideale Gelegenheit, denjenigen etwas zurückzugeben, die diesem Land so viel gegeben haben.“

Brasilien

Die Nahrungsmittelhilfe startete diese Woche auch in Brasilien, wo mehr als 600 Mahlzeiten zubereitet und an die Gemeinde Moinho, die Favela im Zentrum von São Paulo, verteilt wurden. Das örtliche vegane Restaurant Green Kitchen nahm in den frühen Morgenstunden die Arbeit auf, um eine auf Pflanzen basierende Version des Nationalgerichts Feijoadas zu kreieren.

Die Freiwilligen des Projeto Novos Sonhos​, die das Essen in die Favela brachten, bedankten sich beim MDV-Team für die Koordination dieser Initiative und sagten, dass es dort viele Familien gäbe, die dringend etwas zu essen bräuchten. Die Schauspielerin und Aktivistin Luisa Mell unterstützte die Initiative ebenfalls, indem sie über Instagram schrieb: „Ich bin sehr bewegt, ein Teil dieser Aktion zu sein. Die Menschen wissen, wie sensibel ich auf Tiere reagiere, aber ich bin auch verzweifelt, Menschen so leiden zu sehen, die an Hunger leiden“. Luisa wird sich in den kommenden Wochen dem Team des MDV Brasilien anschließen, um bei der Verteilung von Lebensmitteln an andere notleidenden Gemeinschaften in der größten Stadt des Landes zu helfen.

Mexiko

Die mexikanische Nahrungsmittelhilfe startete auch in Playa del Carmen, einer vom Tourismus abhängigen Stadt, die von COVID-19 unweigerlich hart getroffen wurde und in der Tausende von Menschen arbeitslos geworden sind. Drei vegane Unternehmen bereiteten 1.000 Mahlzeiten auf pflanzlicher Basis zu, die von Freiwilligen im Casa Animal, dem ersten veganen Gemeindezentrum des Landes, verteilt wurden.

Jessica Gonzalez Castro von MDV Mexiko beschrieb die Aktion, als einen Wirbelsturm der Gefühle, da die Schlange für das Essen so lang war und alle Mahlzeiten innerhalb von 30 Minuten ausgegeben wurden. Später am Tag brachte das Team Lebensmittel zu einer hilfsbedürftigen Gemeinde in der Stadt, deren Häuser aus Müll gebaut sind. Als sie sich näherten, rannten die Kinder auf sie zu, um das Essen zu holen. Ein junges Mädchen rannte vor Freude hüpfend und singend zu ihrem Haus zurück, während sie sich an ihrem Burrito und ihrer Banane festhielt. Jessica sagt: „Als wir gingen, riefen sie uns von ihren Häusern aus zu: “Vielen Dank!” Wir verließen ihre Gemeinde mit einem Lächeln auf unseren Gesichtern.“

Frankreich

In Europa schloss sich MDV mit dem Pariser Gastronom Antoine zusammen, dessen veganes Restaurant Les Bols d’Antoine bei Ausbruch der Pandemie damit begonnen hatte, Lebensmittel für die Obdachlosen und Pflegekräfte der Stadt herzustellen. Mit der Unterstützung des MDV konnte er den Bedürftigen zusätzlich 1200 Mahlzeiten anbieten. Antoine erzählte uns: „Als die Restaurants schließen mussten, war ich zwei Tage lang deprimiert, dann schaltete ich meine Öfen wieder an und rief mein Team zurück, und wir begannen, Mahlzeiten für die Bedürftigen in der Nachbarschaft zu kochen.”

Eine Krankenschwester im Hôpital Saint-Louis drückte ihre Dankbarkeit für die bereitgestellten Lebensmittel aus. „Wir sind sehr bewegt, weil wir im Krankenhaus eine schwere Zeit durchmachen, es hat uns also sehr berührt. Das ist der kleine glückliche Moment des Tages. Er lädt unsere Batterien wieder auf und er berührt uns. Offen gesagt sind wir sehr, sehr dankbar. Und was für ein tolles Essen das ist!“

Antoine erzählte uns, wie diese Erfahrung ihn verändert hat: „Das Leben kann nicht mehr so sein wie früher. Ich denke viel darüber nach, mein Restaurant einen Tag in der Woche der Wohltätigkeit zu widmen. Nur wenn wir uns umeinander kümmern, können wir die Welt verändern“.

Spanien

In Spaniens Hauptstadt Madrid wurden die logistischen Fähigkeiten von MDV auf die Probe gestellt, als das Team die Mahlzeiten von sieben veganen Restaurants koordinierte, zusammen mit Spenden von drei Hygieneartikelunternehmen und einer veganen Konditorei, um 700 Mahlzeiten und Handseifen für acht Krankenhäuser und ein Altersheim in Madrid bereitzustellen.

Die Gründer des Restaurants Fantastic V sagten uns, dass sie sich über ihre Teilnahme sehr gefreut haben. „Wir haben uns der Kampagne angeschlossen, weil wir jetzt mehr denn je einen Moment durchleben, in dem wir uns alle gegenseitig helfen und uns der Bedeutung der Zusammenarbeit bewusst sein müssen“, sagten sie. „Wir müssen verstehen, dass wir, wenn jeder von uns seinen Teil dazu beiträgt, dies stärker, enger und besser durchstehen werden.“

Isabel Entrecanales, die Plantarse gründete, lieferte Lebensmittel an das Personal des Krankenhauses Virgen de la Torre. Sie sagte: „Es war wunderbar, die Ärzte und Krankenschwestern zu treffen, aus erster Hand zu hören, wie es für sie gewesen ist, und ihnen persönlich für alles zu danken, was sie für uns getan haben.“

Auch das Feedback des medizinischen Personals, das das Essen erhielt, war unglaublich positiv. „Vielen Dank, Million Dollar Vegan, dass ihr uns in diesen schwierigen Zeiten unterstützt habt“, sagte Dr. Rafa Carretero vom Mostoles Hospital. „Das Essen war absolut köstlich und hat unsere Gefühlslage in einer Zeit gestärkt, in der wir es alle wirklich brauchten.“

Vereinigtes Königreich

In London schloss sich MDV mit der pflanzlichen Wohltätigkeitsorganisation Made in Hackney zusammen, die ihren pflanzlichen Kochunterricht ausgesetzt hatte, als sich die Pandemie ausbreitete, und stattdessen einen kostenlosen Mahlzeitenlieferdienst für die bedürftigen Menschen in ihrer Gemeinde ins Leben rief.

Die Oscar-preisgekrönte Schauspielerin Olivia Colman schloss sich der Wohltätigkeitsorganisation an, um bei der Herstellung und Lieferung von 100 Gemüse Tajinen per Fahrrad zu helfen, und überraschte die Menschen, die ihre Türen öffneten, als sie sahen, dass ihre Mahlzeiten von einem Star geliefert werden.

Sarah Bentley, die Gründerin von Made in Hackney, erzählte uns über eine Erfahrung während der Aktion: „Wir hatten eine Familie, die uns erzählte, dass, als wir ankamen, es der dritte Tag war, an dem sie ohne Essen geblieben waren. Sie hatten einen Universalkredit beantragt, aber er war nicht gewährt worden.“

Mit der Unterstützung von MDV konnte Made in Hackney weitere 3.800 Mahlzeiten kreieren und liefern, was es ihnen ermöglichte, Menschen zu helfen, die sie zuvor abweisen mussten.


Naomi Hallum, Direktorin von Million Dollar Vegan, war erfreut darüber, wie die erste Phase der multinationalen Nahrungsmittelhilfe verlaufen war. „Die Coronavirus-Pandemie schafft – wie viele andere vor ihr – Tragödien für Familien auf der ganzen Welt“, sagte sie. „Und es ist wichtig für uns, dass wir das tun, um denjenigen Menschen helfen zu können, die in dieser Zeit am meisten in Not sind. Unsere unglaublichen internationalen Teams, Unterstützer, Freunde und Partner*innen haben dies möglich gemacht und wir sind ihnen sehr dankbar. Doch der größte Wert unserer Arbeit liegt in der Aufklärung darüber, wie und warum diese Pandemien entstehen, in der Darstellung der Zerstörung, die unserem Planeten und unseren Körpern zugefügt wird, wenn wir tierische Produkte essen, und in der Weitergabe und Darstellung eines besseren Weges.“

Die Million Dollar Vegan “Plants ON Pandemics OFF” Spendenaktion geht den ganzen Mai hindurch weiter, und es ist geplant, mehr vegane Lebensmittel auf vier Kontinenten zu verteilen.

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