Fortsetzung der Nahrungsmittelhilfe in Höhe von 100.000 Dollar für bedürftige Menschen in der Covid-19 Pandemie. Unsere Woche 3

Es ist die dritte Woche der internationalen Spendenaktion von Million Dollar Vegan und es wurden auch diesmal leckere, gesundheitsfördernde Lebensmittel an Bedürftige in ganz Südamerika und Indien verteilt. Unsere Arbeit in Italien wurde ebenfalls fortgeführt.

Argentinien

Die Arbeit in Argentinien bestand darin, Hilfspakete an Gemeinschaften in zwei separaten Bezirken von Buenos Aires, Villa 31 und Villa Cildañez zu verteilen und an rund 100 Familien in prekären Haushalten in Almagro.

Villa 31

Villa 31 bietet ein Zuhause für mehr als 40.000 Menschen und ist, der von der Covid-19 Pandemie am meisten betroffene Stadtteil von Buenos Aires. Während der ersten 12 Tage der Quarantäne war die Wasser- und Stromversorgung miserabel. Das wichtige regelmäßige Händewaschen war nicht möglich. In den überfüllten Wohnräumen und den begrenzten Bewegungsmöglichkeiten war die soziale Distanzierung schlichtweg unrealisierbar. Wir wussten, dass diese Gemeinschaft Hilfe benötigte.

Mit den gelieferten Nahrungsmitteln von dem Verein Unìon de Trabajadores de la Tierra (UTT) stellten wir Hilfspakete für 100 Familien zusammen. Neben 5 kg frischem Bio-Gemüse gab es für jede Familie Händedesinfektionsmittel und Masken sowie Informationen über Pandemien und eine Broschüre mit einfachen veganen Kochrezepten. Für die Verteilung dieser Pakete bedanken wir uns herzlich bei der Aula Vereda.

Leider verstarb am Tag nach unserem Besuch in der Villa 31 eine ihrer Sprecherinnen, Ramona, nachdem sie sich mit Covid-19 infiziert hatte. Der Rest ihrer Familie ist ebenfalls infiziert.

Villa Cildañez

In Zusammenarbeit mit Aula Vereda und Centro Cultural Salvador Herrera konnten wir 50 Hilfspakete an Familien spenden, die in dem Stadtbezirk „Villa Cildañez“ leben. Wir trafen uns mit der Koordinatorin der Gemeinde, Aurora, die im Kulturzentrum mit den Familien vor Ort arbeitet. Sie sagte uns, was die Menschen dort am dringendsten benötigen: Nudeln, Reis und Gemüse sowie Hygieneprodukte. Wir freuen uns, diese dringend benötigten Artikel liefern zu können.

Almagro

Carmen, eine Bewohnerin in Almagro erzählte uns von den Bedingungen dort und wie die Pandemie ihre Gemeinde betroffen hat. Sie sagte: “Die Situation in diesem Bezirk ist sehr schwierig, weil die meisten Menschen hier auf der Straße oder auf Märkten arbeiten. Einige von ihnen arbeiten auch als Haushälterinnen, und jetzt können sie nicht nach draußen gehen. Es gibt viele Menschen in Risikogruppen.” Auf die Frage, was die Spenden ihnen bedeutet, teilte sie folgendes mit: „Die Spenden geben uns den Willen, weiterzumachen.“

Unsere Koordinatorin für Argentinien, Jacqueline war von den Spendenaktionen zutiefst berührt. „Es ist ein gemischtes Gefühl, denn man kann sehen, dass die Familien sehr dankbar für die Spenden sind, aber es ist auch sehr traurig, nicht allen helfen zu können, die auf der Suche nach Lebensmitteln sind. Eines der schwierigsten Dinge während der Aktion in dem Stadtbezirk „Villa 31“ war es, den Menschen, die in der Schlange standen, sagen zu müssen, dass wir ihnen nichts geben konnten und dass die Hilfspakete bereits verteilt worden waren.“

Brasilien

Unsere Arbeit in São Paulo wurde diese Woche mit einer Spende von mehr als 700 Mahlzeiten in der Gemeinde Portelinha fortgesetzt, einem verarmten Gebiet fernab des Stadtzentrums.

Abermals half uns Pimp My Carroça indem sie die Mahlzeiten abholten und zur Gemeinde fuhren. Währenddessen half uns Base Colaborativa, eine gemeinnützige Organisation, die in dieser Gemeinde arbeitet, die Lebensmittel zu den Familien in ihren Häusern zu bringen. Jobson Gomes von der Base Colaborativa erzählte uns, dass sie in dieser Region bereits seit 40-50 Tagen gegen den Hunger kämpften. „Als ich die Mitteilung über die Lieferung dieser 700 Mahlzeiten erhielt,“ sagte er: „Ich werde euch nicht sagen, dass ich nicht geweint habe, weil ich geweint habe. Ich weiß, dass viele der Mahlzeiten, die wir heute geliefert haben, in vielen Fällen die einzigen Lebensmittel waren, die diese Familien heute aßen. Wenn ich das Lächeln und die Freude der Bewohner*innen dieser Gemeinde über diese Arbeit sehe, ist das eine sehr schöne Sache. Und das motiviert mich. Ich bin sehr dankbar für die Arbeit, die hier heute von Million Dollar Vegan geleistet wurde“.

Unsere Million Dollar Vegan Managerin in Brasilien, Isabel, die die Spenden arrangiert hat, war ebenfalls sehr berührt. „Es hat viel Arbeit gekostet, diese Hilfe zu koordinieren, aber es hat sich gelohnt, diese Gemeinde zu erreichen, die die Hilfe so dringend brauchte. Auch die Unterstützung des Instituto Luisa Mell war von unschätzbarem Wert. Es ist für uns alle sehr bewegend“.

Mexiko

In Mexiko werden weiterhin diejenigen, die am meisten Hilfe benötigen versorgt. In Playa del Carmen arbeiten wir zusammen mit Casa Animal, dem ersten veganen Gemeindezentrum des Landes, wo wir mehr als 300 Mahlzeiten pro Tag ausgeben.

Ein Empfänger teilte uns mit: „Ich arbeitete in einem Lebensmittelgeschäft, das wegen Covid-19 geschlossen ist. Mein Vater hat auch seinen Job verloren, und meine Mutter ist behindert. Es ist schwierig. Dank dieser Suppenküche und den Spendern konnten wir im Mai frühstücken“.

In Saltillo besuchten wir eine andere betroffene Gemeinde, wo Kinder auf uns zugekommen sind, um Lebensmittel und Obst zu holen. Für diese Ausgaben arbeiteten wir mit Veganos en Saltillo, zusammen, die in einem Gemeindezentrum für Kinder und Frauen, die unter geschlechtsspezifischer Gewalt leiden, mehr als 400 Gerichte zur Verfügung stellten. Die Arbeit hier wird im Juni fortgesetzt, und wir bedanken uns vielmals bei den freiwilligen Helfer*innen, die dazu beigetragen haben dies zu ermöglichen.

Indien

Indien ist im Lockdown und hat viele Risikogebiete im roten Bereich. Sehr viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und suchen nun verzweifelt nach Nahrung für sich und ihre Familie. Die Verteilung von Lebensmitteln, begann damit, dass wir den Menschen in Krishna Nagar, Pune, einer Stadt im Bundesstaat Maharashtra, halfen. Dies ist eine Gemeinde mit rund 200 Familien, in der die Bedingungen kaum besser sind als in einem Slum. Da die meisten Menschen hier nur einen sehr geringen Tageslohn verdienen, leben die Familien hier von der Hand in den Mund.

Wir arbeiteten zusammen mit den veganen Lieferservice Ammucare Charitable Trust und Get Moksha, um an 50 Haushalte Essen zu liefern, und zwar zwei Mahlzeiten pro Tag für einen ganzen Monat lang. Dies bedeutete 10 kg Weizen und 5 kg Reis, zusammen mit Rationen von Poha (gepresste, flache Reisflocken), Erbsen, Linsen, Erdnüssen, Zwiebeln, Kartoffeln, Öl und anderen Grundnahrungsmitteln.

Es gab bei weitem mehr Familien, die diese Lebensmittelrationen benötigten und von der Essensausgabe mitbekommen haben und uns nach Hilfe baten. Unsere Million Dollar Vegan Managerin für Indien, Darshana teilte uns mit: “Schweren Herzens beendeten wir die Essensausgabe und mussten den Leuten sagen, dass wir keine Rationen mehr hätten. Es war absolut herzzerreißend, festzustellen, dass es nahezu unmöglich sein würde, allen zu helfen, die verzweifelt waren und sich fragten, wie sie in den nächsten Monaten ihren Lebensunterhalt verdienen würden. Am Ende musste die Polizei die Menge trennen“.

Unterstützung mit der Wohnungsbaugesellschaft

In den Räumen einer Wohnungsbaugesellschaft in Pune konnten wir weitere 50 Familien mit Lebensmitteln versorgen. Zu diesen Familien gehörten arbeitslose Rikscha-Fahrer und solche mit sehr geringem oder gar keinem Einkommen. Eine Empfängerin erzählte uns, dass sie mit dem Essen in dieser Nacht besser schlafen würde.

Ausländische Gastarbeiter

Viele Gastarbeiter, die in Pune arbeiteten, waren dort gestrandet, als der Lockdown angekündigt wurde. Als der Lockdown aufgehoben wurde, machten sie sich auf den Weg, um zu ihren Familien zurückzukehren, die Hunderte von Kilometern entfernt wohnen. Eine örtliche Wohltätigkeitsorganisation hatte Lebensmittelpakete für 60 Arbeiter organisiert, die sie auf ihrer zweitägigen Busreise nach Hause mitnehmen konnten. Sie baten Million Dollar Vegan, Früchte zu liefern, um die Reisenden mit Flüssigkeit zu versorgen, was wir gerne taten.

Italien

Unsere Arbeit in Turin wurde mit der Lieferung von 700 Mahlzeiten an das Gesundheitspersonal fortgesetzt, zu denen gehörte auch ein besonderes Dessert – eine Kokosnuss-Panna Cotta – als Dank für alles, was sie zum Schutz der Bürger*innen beitragen. Die Reaktion, die wir erhielten, war wunderbar. Ein einheimischer Mitarbeiter erzählte uns, dass die Mitarbeiter*innen an vordersten Front so viel Trauer und Schmerz erlitten hätten, dass sich diese Geste wie eine herzliche Umarmung anfühle und wirklich geschätzt wurde.

Der Geschäftsführer, der die verschiedenen Covid-19-Einheiten koordiniert, rief persönlich an, um uns zu danken und sagte, dass das Essen fantastisch und von sehr hoher Qualität sei und sie sich wirklich gut versorgt fühlen. Luca André, unser Chefkoch im Soul Kitchen, der diese wunderbaren Gerichte kreiert hatte, spendete alle verbleibenden Lebensmittel an Obdachlosenheime in der Stadt.

Unsere Arbeit für das Gesundheitspersonal in Turin wurde die ganze Woche fortgesetzt. Unser Schwerpunkt wurde dann auf die Lombardei verlagert, wo wir dringend benötigte Mahlzeiten für bedürftige Familien in der Region bereitstellen.

Es war sehr ermutigend, dass die lokalen Gesundheitsbehörden unsere Botschaft zur Kenntnis nahmen. Unsere Kampagnen Managerin für Italien, Stefania, sagte: „Die Tatsache, dass der offizielle Kanal des Gesundheitsdistrikts unser Kampagnenmotto verbreitet hat, ist für mich sehr bedeutsam, denn es bedeutet, dass es uns gelungen ist, die Gründe für unsere Aktion zu vermitteln und dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um über die Grundursachen von Pandemien nachzudenken und sie möglicherweise zu beseitigen.

Unsere Hilfsaktion unterstützte Menschen, die von Covid-19 betroffen sind. Jedoch sind wir davon überzeugt, dass der wahre Wert unserer Arbeit in der Aufklärung liegt, und wir hoffen deshalb, dass diese Botschaft ankommt.

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