Gesundheit

Die Amerikanische Standarddiät – und generell die westliche Diät – ist reich an Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Außerdem enthält sie zu wenig Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Infolgedessen sehen wir zunehmend chronische Krankheiten, darunter einige der weltweit größten Killer.

Fettleibigkeit

Fettleibigkeit ist eine schwerwiegende, lebensbedrohliche Erkrankung, die das Risiko von Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs1 erhöht. Derzeit sind mehr als 39 Prozent der über zwanzigjährigen Amerikaner fettleibig.2

Eine pflanzliche Ernährung kann effektiver für die Regulierung des Körpergewichts sein als eine fettarme Standarddiät.3 Studien haben gezeigt, dass Vegetarier tendenziell schlanker sind als Fleischesser, während Veganer den niedrigsten Body Mass Index (BMI) von allen zu haben scheinen.4

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Herzerkrankungen

Herzerkrankungen sind sowohl in den Vereinigten Staaten5 als auch weltweit die häufigste Todesursache.6 Sie werden in der Regel durch Fettablagerungen an den Wänden der Herzarterien (Herzkranzgefäße) verursacht. Dies verengt die Arterien, was den Blutfluss zum Herzen einschränkt. Rauchen und Übergewicht erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen, und tierische Produkte sind ebenfalls ein wesentlicher Teil des Problems.7

Tierprodukte enthalten einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel im Blut sowie unser Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. Die Mehrheit der Pflanzen hingegen sind arm an gesättigten Fetten und enthalten überhaupt kein Cholesterin. Eine pflanzenbasierte Ernährung reich an Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukten trägt dazu bei, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und tragen so zur Herzgesundheit bei.8

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Krebs

Es wird geschätzt, dass eine unzureichende Aufnahme von Obst und Gemüse weltweit rund 14 Prozent der Todesfälle durch Magen-Darm-Krebs verursacht.9 Es ist jedoch nicht nur unzureichender Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, der Krebs verursachen kann; es ist der Fleischkonsum an sich.

In 2015 gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, dass aus epidemiologischen Studien ausreichende Erkenntnisse vorliegen, um verarbeitetes Fleisch als Karzinogen der Gruppe 1 für den Menschen einzustufen.10 Diese Kategorie wird verwendet, wenn überzeugende Beweise dafür vorliegen, dass ein Wirkstoff Krebs verursacht. In diesem Fall stellte die WHO fest, dass der Verzehr von verarbeitetem Fleisch Darmkrebs verursacht und dass ein Zusammenhang mit Magenkrebs besteht.

Alles rote Fleisch wurde in die Gruppe 2A eingestuft, was bedeutet, dass es für den Menschen „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Der stärkste Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Verzehr von rotem Fleisch liegt bei Darmkrebs vor. Es gibt jedoch auch Hinweise auf Zusammenhänge mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs.11

Von Fleisch abgesehen haben einige Studien auch Milchprodukte mit Prostatakrebs und einem erhöhten Risiko für Lungen-, Brust- und Eierstockkrebs bei Menschen mit Laktoseintoleranz in Zusammenhang gebracht.12

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Typ-2-Diabetes

Mehr als 30 Millionen Amerikaner leiden an Diabetes, überwiegend vom Typ 2.13 Dies ist eine unter Umständen verheerende Erkrankung, die zu Sehverlust, Gliedmaßen-Amputationen und Nierenerkrankungen führen kann. Bei den meisten Menschen kann dies jedoch verhindert, behandelt und sogar rückgängig gemacht werden durch einfache Veränderungen des Lebensstils.14

„Es hat sich gezeigt, dass pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Samen bei der Behandlung vieler chronischer Krankheiten helfen und häufig mit niedrigeren Raten von Typ-2-Diabetes, weniger Bluthochdruck, niedrigeren Cholesterinspiegeln und reduzierten Krebsraten assoziiert sind.“15 – Diabetes UK

In einer Analyse von 14 verfügbaren Studien stellten Forscher fest, dass „Vegetarier eine um 27 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit hatten, an Diabetes zu erkranken, als Omnivoren“ und dass „besonders Veganer im Vergleich zu anderen Typen von Vegetariern häufig die geringste Wahrscheinlichkeit hatten, an Diabetes zu erkranken.“ Selbst bei gleichem Körpergewicht wie Fleischesser scheinen Veganer ein geringeres Diabetesrisiko zu haben.16

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Es gibt gute Neuigkeiten

Eigentlich sind es großartige Neuigkeiten! Unsere Genetik ist nicht unser Schicksal. Das Ändern unserer Ernährung und unseres Lebensstils kann den häufigsten Todesursachen – Herzerkrankungen, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten – vorbeugen. Eine pflanzliche Ernährung ist ein guter Ausgangspunkt und kann sich positiv auf das Wohl unserer Umwelt, der Tiere und der Wirtschaft sowie auf unsere eigene Gesundheit auswirken.

Vegane Ernährung ist „gesund, ernährungsphysiologisch hinreichend und kann gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Diese Diäten eignen sich für alle Stadien des Lebenszyklus, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit, Jugend, älteres Erwachsenenalter, sowie für Sportler.“17 – American Academy of Nutrition and Dietetics

1 Koroukian SM, Dong W, Berger NA. Changes in Age Distribution of Obesity-Associated Cancers. JAMA Netw Open. Published online August 14, 20192(8):e199261. doi:10.1001/jamanetworkopen.2019.9261

2 The State of Obesity: Better Policies for a Healthier America

3 Turner-McGrievy GM, Barnard ND, Scialli AR. A two-year randomized weight loss trial comparing a vegan diet to a more moderate low-fat diet. Obesity (Silver Spring). 2007 Sep;15(9):2276-81.

4 Tonstad S, Butler T, Yan R, Fraser GE. Type of Vegetarian Diet, Body Weight, and Prevalence of Type 2 Diabetes. Diabetes Care. 2009;32(5):791-796

5 ‘Mortality in the United States, 2017’, Centers for Disease Control and Prevention

6 ‘The top 10 causes of death’. World Health Organization, J24 May 2018

7 ‚Vegetarian diets and blood pressure among white subjects: results from the Adventist Health Study-2 (AHS-2)‘

8 The World Health Organization, ‘Healthy Diets’, 23 Oct 2018

9 ‘Promoting fruit and vegetable consumption around the world’, World Health Organization

10 ‘Q&A on the carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat’, World Health Organization

11 Ibid

12 ‘Health concerns about dairy’, Physicians Committee for Responsible Medicine

13 ‘Type 2 diabetes’, Centers for Disease Control and Prevention

14 ‘Type 2 diabetes can be reversed in just four months, trial shows’, Sarah Knapton, The Telegraph, 15 Mar 2017

15 ‘Vegetarian diets and diabetes’, Diabetes UK

16 Lee Y, Park K. Adherence to a vegetarian diet and diabetes risk: a systematic review and meta-analysis of observational studies. Nutrients 2017, 9(6), 603

17 Melina, V.; Craig, W.; Levin, S. Position of the academy of nutrition and dietetics: Vegetarian diets. J. Acad. Nutr. Diet. 2016, 116, 1970–1980.

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