Plädoyer gegen den Verzehr von Fisch

fish sentience

Viele Menschen, die auf Fleisch verzichten, essen trotzdem noch Fisch. Warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Gesundheit

Viele glauben, dass Fisch gesünder sei als Fleisch, Eier und Milchprodukte. Zwar ist Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren, er kann jedoch auch für den Menschen gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, wobei gesättigte Fettsäuren am schädlichsten sind. Weitere gesundheitsschädigende Stoffe, die in Meerestieren vorkommen, sind Cholesterin, polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxine und Quecksilber. Besonders erfreulich ist hier: Omega-3-Fettsäuren sind auch in vielen pflanzlichen Produkten enthalten, beispielsweise in Chia- und Leinsamen, die frei von diesen gesundheitsschädlichen Stoffen sind.

Empfindungsvermögen

Viele glauben, Fische wären nicht intelligent und könnten keine Schmerzen empfinden.

Es mag schwer sein, sich vorzustellen, wie Fische sich fühlen oder wie sie die Welt wahrnehmen, denn sie unterscheiden sich sehr von uns: Sie leben im Wasser, sind laut- und ausdruckslos – zumindest in unseren Augen. Sie schnurren nicht wie Katzen und wedeln auch nicht mit dem Schwanz wie Hunde. Sie gackern, blöken und quieken auch nicht wie Hühner, Schafe und Schweine es in schrecklicher Angst vor der Schlachtung tun. Sehen wir ein leidendes Landtier, nehmen wir ein fühlendes Wesen wahr, können seine Gefühle verstehen und nachempfinden. Es geht uns aber meist nicht so, wenn wir einen leidenden Fisch sehen. Das heißt jedoch nicht, dass er nicht tatsächlich leidet.

Fische verdienen unser Mitgefühl

Auf Grundlage eindeutiger Belege, die die Forschung in den letzten 15 Jahren gesammelt hat, sind sich Biologen überall auf der Welt einig, dass Fische genau wie Säugetiere und Vögel Schmerzen bewusst wahrnehmen.

Wir werden, wie für Katzen und Hunde auch, wahrscheinlich nie herausfinden, ob Fische Schmerz so fühlen, wie wir es tun. Doch Fische haben wie wir eine Wirbelsäule, Schmerzrezeptoren, Endorphine und ähnliche Schmerzreflexe – das sind die entscheidenden Gemeinsamkeiten. Fische können Freude und Leid empfinden. Aus diesem Grund verdienen sie unser Mitgefühl.

In seinem Bestseller “Eating Animals” stellt Jonathan Safran Foer einige sehr wichtige Fragen zur Moral beim Verzehr von Fisch:

“Ist ein langsamer Tod so grauenvoll, dass wir dieses Leid keinem Tier, das es wahrnimmt, antun können? Oder können wir es einigen doch antun? Wie sehr unterscheiden sich Fische von uns? […] Wenn wir eines Tages einer Lebensform begegneten, die stärker und intelligenter wäre als wir Menschen, die uns so sähe, wie wir die Fische sehen, was würden wir dann sagen, damit sie uns nicht essen?

Das Leben von Milliarden von Tieren jedes Jahr und die Gesundheit des größten Ökosystems unserer Erde [unsere Ozeane] hängen von den sehr schwach begründeten Antworten auf diese Fragen ab.”

Das führt mich zu einem weiteren wichtigen Grund, warum wir Fisch und Meeresfrüchte von unserem Speiseplan streichen sollten.

Schutz der Meere

Kendall Jones, Wissenschaftlerin der Wildlife Conservation Society, sagte, dass die Menschheit das Ökosystem der Meere vor allem durch die Fischerei sowie die Abfälle und Chemikalien aus der industriellen Tierzucht  negativ beeinflusst. Das und die Verschmutzung durch Plastik (46 % des Plastikmülls sind Fischernetze) zerstören das Leben in den Meeren und dezimieren die Meeresressourcen. So sind nur 13 % der Meere nicht durch die Zerstörung durch den Menschen betroffen.

Die Situation ist sehr ernst; und es liegt in unserer Verantwortung damit umzugehen.

Meeresökosysteme retten

Durch unsere unersättliche Nachfrage nach Fisch werden jedes Jahr 2.700 Billionen Tiere durch extrem zerstörerische Methoden aus den Meeren gefischt.

Für den Fischfang werden heute fast ausschließlich Langleinen, Schlepp- oder Grundschleppnetze verwendet.. Diese modernen Fangtechniken führen für die Fische zu einem langsamen und qualvollen Tod – meist durch Ersticken. Außerdem werden durch diese Techniken versehentlich Hunderte anderer Tierarten getötet, da dabei die einzelnen Tiere nicht ausgewählt werden.

Heute ist von 10 Thunfischen, Haien und anderen großen Raubfischen, die sich noch vor 50 bis 100 Jahren in unseren Meeren befanden, nur noch einer übrig, weil wir rücksichtslos und unaufhörlich Billionen von Meerestieren fangen, töten und essen. Wenn wir damit nicht aufhören, rechnen Wissenschaftler damit, dass es bis zum Jahr 2050 zum Zusammenbruch aller Arten von Wildfischen – von Thunfischen bis hin zu Sardinen – kommt.

Kurz gesagt, wir zerstören unsere Meere unwiederbringlich.

Tun Sie das Richtige.

Lassen Sie Ihr Mitgefühl für andere Lebewesen und Ihr ökologisches Denken nicht durch Ihren Appetit bestimmen. Sie können dabei helfen, das Meeresökosystem zu erhalten und das Leid der Fische zu beenden, indem Sie sie von Ihrem Speiseplan streichen.

Der Meeresexperte Captain Paul Watson, Gründer der Sea Shepherd Conservation Society und Unterstützer von Million Dollar Vegan, sagt:

“Die Meere brauchen Taten, kein Gerede. Die Menschheit muss aufhören Fisch zu essen. Sie muss erkennen, dass ihr Überleben zu 100 Prozent von gesunden Meeren abhängt. Wenn die Meere sterben, sterben auch wir – jeder von uns.”

Es ist Zeit zu handeln.

Entscheiden Sie sich noch heute für eine vegane Ernährung, den Fischen und unseren Meeren zuliebe. Unser kostenloses Veganes Starterkit unterstützt Sie dabei, den Fischen zu helfen und unsere Meere zu schützen.

 

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