Veganerinnen und Veganer haben Anämie

Es wird als Anämie bezeichnet, wenn der Körper nicht genügend rote Blutzellen zur Verfügung hat, um ausreichend Sauerstoff ins Körpergewebe zu transportieren. Es gibt verschiedene Arten und Ursachen1 für diese Blutarmut: Sie kann aufgrund einer vererbten Krankheit, durch bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente oder Alkohol, durch manche chronischen Krankheiten oder aufgrund schwerer Monatsblutungen entstehen. Was die Ernährung angeht, kann sie durch einen Mangel an Eisen, Folat oder Vitamin B12 verursacht werden, aber mit all diesen Nährstoffen kann uns eine pflanzliche Ernährung versorgen.

Untersuchungen zeigen, dass Vegetarier nicht häufiger an Eisenmangelanämie leiden als Fleischesser.2 Das könnte damit zusammenhängen, dass bei fleischfreien Ernährungsweisen tendenziell mehr Vitamin C konsumiert wird, was die Eisenaufnahme verbessert,3 aber den Untersuchungen zufolge könnte es auch der Fall sein, dass Vegetarier tatsächlich mehr Eisen zu sich nehmen.4 Ja, selbst Fleischesser nehmen den Großteil ihres Eisens über pflanzliche Nahrungsmittel auf.5

Es gibt zwei Arten von Eisen: Hämeisen, welches in Fleisch zu finden ist, und Nicht-Hämeisen, welches in Pflanzen vorkommt. Hämeisen (das aus Fleisch stammt) kann einfacher verdaut werden, aber steht auch im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom und Herzerkrankungen.6 Dem Medizinexperten Dr. Michael Greger zufolge scheint die gesündeste Eisenquelle Nicht-Hämeisen zu sein, was von Natur aus reichlich in Vollkorngetreide, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, dunkelgrünem Blattgemüse, getrocknetem Obst, Nüssen und Saaten vorkommt.

Um Folat müssen sich Veganer auch nicht sorgen. Daten aus der EPIC-Oxford-Studie, die unterschiedliche Ernährungsgruppen miteinander vergleicht, zeigen, dass die veganen Teilnehmer von allen die höchsten Folat-Blutwerte hatten.7 Die Versorgung mit ausreichend Folat ist nicht schwierig, denn es ist in Blattgemüse, Bohnen, Erbsen und Linsen, Orangen, Roter Bete, Quinoa, Mango, Spargel, Avocado, Okra, Pastinaken, Chiasamen und gemahlenen Leinsamen enthalten.

Bei Vitamin B12 hingegen müssen Veganer mehr aufpassen, da es vorwiegend in tierischen Produkten vorkommt. Aber Veganer bekommen es über angereicherten Hefeextrakt, vegane Milchalternativen, Frühstückscerealien und Hefeflocken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass er ausreichend versorgt ist, kann auch ein Ergänzungsmittel einnehmen.

Es gibt also keinen Grund für den Mythos der an Anämie leidenden Veganer. Wer sich ausgewogen vegan ernährt, hat da nichts zu befürchten.

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