Soja enthält Östrogen und senkt den Testosteronspiegel

Es sind keine Auswirkungen von Soja auf den Testosteronspiegel von Männern bekannt.

Dieser Irrtum kommt daher, dass Soja natürliche Phytoöstrogene enthält, die Isoflavone heißen und deren chemische Struktur der von Östrogen ähnelt. Doch bevor sich die Forschung genauer damit befassen konnte, verbreitete sich die Annahme, dass diese Phytoöstrogene dieselbe Wirkung auf Testosteron haben wie Östrogen. Das ist jedoch nicht der Fall, denn es handelt sich dabei schließlich nicht um Östrogene. Eine Studie deutet sogar darauf hin, dass Soja-Isoflavone nur 1/10.000 der Potenz „echten“ Östrogens haben.1

Eine andere Studie untersuchte sieben gesunde junge Männer, die über einen Zeitraum von einer Woche jeden Tag große Mengen Sojabohnen aßen. Am Ende waren ihre Östrogenspiegel sowie Gesamt- und freies Testosteron völlig unverändert. Die Studie stellte allerdings eine Zunahme in der Gehirnaktivität fest, nämlich eine Verbesserung der raumkognitiven Leistung.2

2010 wurde eine Meta-Analyse aller veröffentlichter wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit Soja und Testosteron befassten, durchgeführt. Dabei wurden 15 placebokontrollierte Studien und 32 Berichte über 36 Behandlungsgruppen untersucht. Sie kam unmissverständlich zu dem Schluss: „Klinische Studien zeigen keine Wirkung von Sojaprotein oder Isoflavonen auf die Fortpflanzungshormone von Männern.“3

Aber es gibt noch mehr gute Nachrichten: Phytoöstrogene können sogar sehr vorteilhaft sein. In Asien, wo deutlich mehr Sojaprodukte konsumiert werden als in den Vereinigten Staaten, erkranken Männer seltener an Prostatakrebs. Der Konsum von Soja geht sogar mit einem 20–30 Prozent geringeren Risiko für Prostatakrebs einher.4 Untersuchungen zeigen weiter, dass der Konsum von Soja helfen kann, das Fortschreiten von Prostatakrebs zu verlangsamen, sollte man bereits erkrankt sein.5

Dementsprechend geht aus anderen Untersuchungen hervor, dass Frauen, die mehr Soja konsumieren, seltener an Brust- und Gebärmutterkrebs erkranken. Sehr viele Studien haben sich mit diesem Thema befasst, von denen eine zu dem Schluss kam, dass Frauen, die täglich nur 1 Glas Sojamilch trinken (oder circa 100 Gramm Tofu [IM1] essen), ein 30 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko haben als Frauen, die wenig oder kein Soja zu sich nehmen.6 Je früher wir anfangen, desto besser, da sich das Brustgewebe in der Adoleszenz entwickelt, aber es ist auch nie zu spät. Die Studie „The Women’s Healthy Eating and Living Study“ stellte fest, dass der Verzehr von Sojaprodukten für Frauen, die in der Vergangenheit die Diagnose Brustkrebs erhalten hatten, vorteilhaft ist; die Frauen, die am meisten Soja konsumierten, konnten ihr Risiko für Krebsrückfälle oder Krebssterblichkeit halbieren.7

Die Sojabohne ist unser Verbündeter. Der Verzehr von Soja senkt definitiv nicht den Testosteronspiegel und schützt uns vor Krebs.

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