Ich könnte nicht ohne Käse leben

Wenn Sie das glauben, dann stehen Sie nicht alleine da! Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Käse einen Stoff enthält, der an die Opioidrezeptoren des Gehirns andockt, die mit der Suchtentstehung zusammenhängen.1

Die suchterzeugende Wirkung von Käse ist darauf zurückzuführen, dass er große Mengen Kasein enthält, ein Eiweiß, das auch in Milch enthalten ist, aber aufgrund der Herstellungsweise in viel höheren Konzentrationen in Käse vorkommt. Kasein aktiviert das Opioidsystem und löst so ein Gefühl von Freude in uns aus. Aus evolutionsbedingter Perspektive ergibt das Sinn: Der Zweck des Belohnungssystems ist es, positive, nützliche Verhaltensweisen zu fördern und solche, die uns abträglich sind, zu unterdrücken. Als Neugeborene ernähren wir uns ausschließlich von Milch. Würden wir als Babys keine Milch mögen, wäre das problematisch, aber wenn die Milch uns „berauscht“, dann ist es unwahrscheinlich, dass wir darauf verzichten, und haben so bessere Chancen aufs Überleben.

Unsere Gehirne belohnen uns also dafür, wenn wir Muttermilch trinken. So weit, so gesund. Aber obwohl wir nach dem Abstillen keinen Bedarf mehr daran hatten, bekamen wir weiter Milch zu trinken – und nicht einmal menschliche Milch! Wir tranken die Milch einer anderen Art, was ein, gelinge sagt, seltsames Verhalten ist. Doch dann kam auch noch der Käse und das war’s – unsere Gehirne spielten verrückt.

Aber es ist an der Zeit, damit Schluss zu machen. Käse enthält hohe Mengen Fett und Salz und es ist aus vielerlei Gründen sinnvoll, diese Gewohnheit abzulegen.

Die gute Nachricht ist, dass es viele Sorten veganen Käse gibt, falls Ihnen das Mundgefühl und der Geschmack von Käse fehlen. Sie schmecken vielleicht nicht genau wie Käse aus Milch, denn es handelt sich dabei schließlich nicht um Käse aus Milch, aber sie schmecken ziemlich gut und könnten genau das sein, was Sie brauchen, wenn Sie die Lust auf Käse packt.

Und wenn Sie Käse wirklich überhaupt nicht aufgeben können, dann versuchen Sie es gar nicht. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, Fleisch, Fisch und Eier vom Speiseplan zu streichen. Sie werden Ihrer eigenen Gesundheit, der Umwelt und den Tieren einen Riesengefallen tun, auch wenn Sie vielleicht noch nicht bereit sind, mit dem Käse zu brechen.

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