Fleisch zu essen, ist meine persönliche Entscheidung

Niemand möchte von anderen diktiert bekommen, was er oder sie zu tun oder zu lassen hat. Wir verstehen das vollkommen.

In unserer zivilisierten Gesellschaft glauben wir, dass Menschen die Freiheit haben sollten, ihr Leben nach eigenem Wunsch zu leben, bis zu dem Punkt, an dem ihre Freiheit in die Freiheit oder das Wohlergehen anderer eingreift. Beispielsweise haben wir die Freiheit, ein Messer zu kaufen, aber das bedeutet nicht, dass wir die Freiheit haben, damit auf jemanden loszugehen. Wir verstehen die Grenzen hier und respektieren sie.

Wir verstehen, dass wir Entscheidungen, die sich auf andere auswirken könnten, gut überdenken müssen. Die Auswirkungen unserer Essensentscheidungen gehen wirklich weit über die eigene Gesundheit und den eigenen Taillenumfang hinaus. Sie wirken sich auf andere Menschen, die Umwelt und Tiere auf eine Weise aus, die vielleicht nicht sofort offensichtlich ist.

Beispielsweise ist die Arbeit in Schlachthöfen mit verschiedenen Störungen, darunter PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) und PITS (perpetration-induced traumatic stress; eine durch die Täterrolle verursachte Belastungsstörung) in Zusammenhang gebracht worden. Sie steht außerdem in Verbindung mit höheren Kriminalitätsraten, einschließlich höheren Raten von häuslicher Gewalt, sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch.1 Wir bürden den Menschen, die für uns jeden Tag den ganzen Tag lang Tieren die Kehlen durchschneiden – eine Arbeit, die wir selbst nicht ausführen wollen würden – eine enorme psychologische Last auf. Als Gesellschaft müssen wir uns fragen, ob diese Folgen ein Preis für das Fleischessen sind, den wir akzeptieren können.

Aber unsere Ernährungsentscheidungen betreffen auch andere Menschen. Da für die Fleischproduktion so viel Land erforderlich ist, wird der Großteil der weltweiten Ernteerträge an Nutztiere verfüttert. Es gibt viele Gründe, weshalb jeden Tag Millionen von Menschen hungrig zu Bett gehen2 – etwa Naturkatastrophen, Krieg und Korruption – doch ein Drittel der weltweiten Getreideernte3 und 70 Prozent der weltweiten Sojaernte4 wird an Nutztiere verfüttert. Stünden diese Nahrungsmittel Menschen zur Verfügung, könnten wir dem Welthunger noch heute ein Ende setzen.

Die Produktion tierischer Nahrungsmittel feuert außerdem den Klimawandel5 und die Abholzung von Wäldern6 an – und von den Auswirkungen sind die ärmsten Menschen der Welt auf eine unverhältnismäßige Weise betroffen. Und natürlich ist sie auch für viele Artenverluste mitverantwortlich,7 was eine Tragödie für alle ist.

Und was ist mit den Tieren, die ihr trauriges, kurzes Leben in Käfigen oder verdreckten Scheunen verbringen, vielleicht an Knochenbrüchen leiden oder um den Verlust ihrer Jungen trauern? Würde man unsere Hunde oder Katzen auf dieselbe Weise behandeln, wären wir außer uns, doch wir ziehen es vor, nicht über die Tiere nachzudenken, die im Verborgenen für unser Essen leiden.

Was wir essen, ist eine persönliche Entscheidung, aber wir möchten Sie dringend bitten, auch die breiteren Auswirkungen dieser Entscheidung in Erwägung zu ziehen, bevor Sie ins Regal greifen.

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