Fische können keinen Schmerz empfinden

Kein Wissenschaftler könnte mit Gewissheit sagen, dass Sie – oder sonst irgendjemand – Schmerz empfinden können. Wenn Sie sagen, dass Sie Schmerzen haben, dann glaubt man Ihnen das, aber bei Tieren, die unsere Sprache nicht sprechen können, ist die Sache komplexer.

Wenn Sie mit anderen Tieren leben und zumindest ein bisschen gelernt haben, ihre Sprache zu verstehen, erkennen Sie, wenn Ihr Hund, Ihre Katze oder ein anderes nichtmenschliches Tier Schmerzen hat. Aber Fische unterscheiden sich so stark von uns. Sie liegen nicht mit traurigen Augen in ihrem Bettchen oder jaulen, wenn ihnen etwas wehtut. Das heißt aber nicht, dass sie keine Schmerzen empfinden; nein, es bedeutet, dass wir uns mehr bemühen müssen, die Anzeichen von Schmerzen bei Fischen zu erkennen.

Mittlerweile deuten zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin, dass Fische tatsächlich Schmerzen empfinden. Sie haben Schmerzrezeptoren, was merkwürdig wäre, wenn sie keine Schmerzen empfinden könnten. Zudem produzieren sie in ihren Körpern Stoffe namens Enkephaline, die Schmerzen auf dieselbe Weise lindern wie bei Wirbeltieren wie Ihnen und mir. Anders ausgedrückt, sie besitzen die biologischen Voraussetzungen, um Schmerz empfinden zu können.

Die zweite Methode, die Wissenschaftler anwenden, um zu bestimmen, ob ein Lebewesen Schmerz empfinden kann, ist zu beobachten, ob sich das Tier verhält, als ob es Schmerz fühlt. Es gibt viele Untersuchungen, die zeigen, dass Wassertiere eine Abneigung gegen giftige Substanzen haben und ihre Fühler reiben, wenn sie mit ihnen in Berührung kommen.1 Wir wissen, dass Krabben einen schwachen elektrischen Schock für ein gutes Versteck in Kauf nehmen, aber dass sie das Versteck gegen ein schlechteres eintauschen, wenn die Stärke des Schocks gesteigert wird.2

Das sind erkennbare und wissenschaftlich demonstrierbare Reaktionen, die darauf hindeuten, dass Fische Schmerz empfinden können.

Dennoch werden Milliarden dieser fühlenden Lebewesen aus dem Wasser geholt, die dann an der Luft ersticken oder unter dem tonnenschweren Gewicht der anderen Fische zerdrückt werden. Durch die rapide Druckveränderung dehnt sich die Schwimmblase zu stark aus und Magen und Gedärme werden durch Maul und Anus hinausgedrückt. Die Augen wölben sich und können ebenfalls aus den Augenhöhlen gepresst werden.

Die Fischerei ist aber auch für die Umwelt verheerend. Die Hälfte allen Plastiks im nordpazifischen Müllstrudel stammt von Fischereischiffen3 und die Fischerei tötet außerdem Delfine, Wale, Haie, Rochen, Schwämme, Schildkröten und tauchende Meeresvögel.

Zuchtfischen ergeht es nicht viel besser. Garnelen beispielsweise werden geblendet, da sie in Gefangenschaft häufig nicht in der Lage sind, sich fortzupflanzen. Durch das Abschneiden der Augenstiele wird die Reifung der Ovarien ausgelöst. Dieses Entfernen der Augenstiele gilt als grausam und traumatisch,4 aber aufhören wird es nicht – es ist ein fester Bestandteil der Garnelenzucht und die Hälfte aller global verzehrter Garnelen sind Zuchtgarnelen.5

Selbst, wenn Sie von der zunehmenden Beweislage nicht überzeugt sind, ist es nicht gütiger, im Zweifel zugunsten dieser Lebewesen zu entscheiden? Es gibt heutzutage vegane Garnelen, Thunfisch, Fischfilets und andere Fischersatzprodukte, sodass Sie den Geschmack genießen können, ohne Fischen zu schaden, wilde Arten bis an den Rand des Aussterbens zu treiben und die Ozeane zu schädigen.

 

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