Die industrielle Tierhaltung zerstört unseren Planeten.

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Regelmäßig brennen Häuser durch verheerende Waldbrände nieder. Es herrscht enormer Wassermangel durch schwere Dürreperioden. Wetterextreme und Katastrophenwarnungen gehören mittlerweile zum Alltag. Korallenriffe gibt es nicht mehr. Immer stärkere Stürme suchen den Planeten heim. Millionen Menschen weltweit sind betroffen – viele von ihnen sind zu Klimaflüchtlingen geworden.

Willkommen in unserer Welt in nur 12 Jahren. Das wird laut der Prognosen von Wissenschaftlern passieren, wenn wir nicht drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreifen.

Ja, es ist so ernst.

In einem Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen (IPCC) aus dem Jahr 2018 heißt es, dass wir nur etwas mehr als ein Jahrzehnt Zeit haben, um irreversible Klimakatastrophen zu verhindern. „Kollektives menschliches Handeln ist erforderlich, um das Erdsystem […] in einem bewohnbaren interglazialen Zustand zu stabilisieren“, schreiben auch Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgeforschung.

Vielleicht tragen Sie bereits Ihren Teil dazu bei, den Planeten zu retten. Vielleicht haben Sie auf Energiesparlampen umgestellt, recyclen ihren Müll und fahren öfter mit öffentlichen Verkehrsmitteln. All diese Maßnahmen sind fantastisch und Ihre Bemühungen sind lobenswert.

Aber wenn wir unseren Planeten wirklich retten wollen, dürfen wir eine der Hauptursachen für den Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt nicht ignorieren: die industrielle Tierhaltung.

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen werden Jahr für Jahr mehr Fleisch und Milchprodukte konsumiert. Die weltweite Fleischproduktion wird sich von 229 Millionen Tonnen im Jahr 1999/2001 auf 465 Millionen Tonnen im Jahr 2050 mehr als verdoppelt haben; die Milchproduktion wird von 580 Tonnen auf 1043 Millionen Tonnen steigen.

Die UNO hat uns bereits 2006 in ihrem Bericht Livestocks Long Shadow darauf hingewiesen, dass die industrielle Tierhaltung „einen wesentlichen Anteil an den schwerwiegendsten Umweltproblemen der Gegenwart trägt“. So gravierend, dass Tiere, die für Fleisch, Milchprodukte und Eier gehalten werden, mehr Treibhausgasemissionen erzeugen als der Kraft- und Treibstoff des weltweiten Transportsektors zusammen.

Das muss man sich einmal vorstellen: Die Kraftstoffemissionen aller Lkws, Schiffe, Züge, Autos und Flugzeuge zusammen verursachen nicht so viel schädliche Treibhausgasemissionen wie die industrielle Tierhaltung.

Doch damit nicht genug: Die Massentierhaltung trägt auch zur Trinkwasserknappheit, Landvernichtung und Waldrodungen, Luft- und Wasserverschmutzung, Verlust von Lebensraum und Artensterben bei.

Werfen wir einen genaueren Blick auf einige dieser Probleme.

Wie die industrielle Tierhaltung die Wasserknappheit beeinflusst

Wasserknappheit und die Erschöpfung der gesamten Wasserressourcen werden immer mehr zum Problem. Bis 2025 werden 1,8 Milliarden Menschen in Ländern oder Regionen leben, die unter absoluter Wasserknappheit leiden, und zwei Drittel der Weltbevölkerung könnten in Gebieten mit belastetem Wasser leben.

Die Massentierhaltung ist eine wichtige Ursache für die Steigerung des Wasserverbrauchs und macht über acht Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs des Menschen aus. Nach Angaben des Water Footprint Network verbrauchen tierische Lebensmittel deutlich mehr Wasser als pflanzliche.

Wie die industrielle Tierhaltung die Landvernichtung und den Artenverlust beeinflusst

Sogenannte Nutztiere sind der weltweit größte Verbraucher von Bodenressourcen, wobei Weideflächen und Anbauflächen für die Produktion von Futtermitteln fast 80 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmachen.

Die Zunahme der industriellen Tierproduktion ist auch ein Schlüsselfaktor für die Entwaldung, insbesondere in Lateinamerika, wo die größte Rodung stattfindet – auf 70 Prozent der zuvor bewaldeten Fläche im Amazonasgebiet sind nun Weiden zu finden, und Futterpflanzen für Nutztiere machen einen Großteil der übrigen Fläche aus.

Die in diesen Gebieten angebauten Soja- und Getreidearten sind nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt, sondern zur Fütterung von Nutztieren, die dann für den menschlichen Verzehr getötet werden.

Diese Landvernichtung verdrängt auch Wildtiere, was zum Verlust von Lebensraum und Arten führt. Weltweit wurden seit 1970 circa 60 Prozent aller Tierpopulationen ausgelöscht. Aufgrund dieser Tatsache sind einige Wissenschaftler davon überzeugt, dass wir in das sechste Massensterben der Welt eintreten und damit zugleich in das erste, das von der Spezies Mensch verursacht wird.

Wie tierische Landwirtschaft Verschmutzung verursacht

Abfälle aus der Massentierhaltung werden oft in großen Güllelagunen gelagert, wo sie giftige Gase entwickeln. Diese treten häufig aus oder laufen über und verursachen somit sowohl auf dem Land als auch in Gewässern große Schäden. Einmal im Grundwasser angekommen, droht dies nicht nur die Trinkwasserversorgung – einschließlich einer möglichen Kontamination durch E. coli, Salmonellen, Arzneimittel und Insektizide –, sondern auch Feuchtgebiete zu schädigen sowie eine schnelle Ansammlung von Algen zu fördern. Diese Algen löschen wiederum jegliches Leben im Wasser aus.

Also, was können Sie tun?

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um den Planeten sowohl für sich selbst als auch für zukünftige Generationen zu retten, ist es, Ihre Ernährung umwelt- und tierfreundlicher zu gestalten. Das gelingt Ihnen zum Beispiel dadurch, dass Sie pflanzliche Produkte anstelle von tierischen Produkten essen.

Der CO-Fußabdruck bei der Herstellung von tierischen Lebensmitteln ist viel höher als der pflanzlicher. Tatsächlich veröffentlichte die University of Michigan erst vergangenes Jahr eine Studie, die zeigte, dass die Produktion des pflanzlichen Beyond Burger umweltfreundlicher ist als herkömmliche Rindfleisch-Burger.

Da nur noch 12 Jahre verbleiben, um den Planeten zu retten, der uns am Leben erhält, können wir es uns nicht leisten, lediglich Pflaster über klaffende Wunden zu kleben. Wir müssen sofortige und drastische Maßnahmen ergreifen, um den Planeten in dieser Form zu bewahren.

Untersuchungen der University of Oxford aus dem Jahr 2018 haben gezeigt, dass eine pflanzliche Ernährung die effektivste Einzelmaßnahme ist, um die von uns erzeugte Umweltbelastung zu minimieren.

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Katrina Fox ist Journalistin und PR-Beraterin und hat für eine Vielzahl von Print- und Online-Medien in Großbritannien, den USA und Australien geschrieben. Sie lebt seit 21 Jahren vegan. Außerdem ist sie Gründerin von VeganBusinessMedia.com und bietet Ressourcen, Beratung und Training für vegane Unternehmer, Autoren und Kreative. Katrina, die ursprünglich aus Großbritannien stammt, lebt heute in Sydney und ist die australische Kampagnenmanagerin für Million Dollar Vegan.

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