Die Auswirkungen der Aquakulturen auf die Umwelt

 

Die Methoden der kommerziellen, industriellen Fischereien, die mit ihren riesigen Maschinen den Meeresboden abfischen, führen dazu, dass Millionen anderer Meerestiere, einschließlich Wale, Delfine und Schildkröten, in Netzen gefangen und getötet werden – bekannt als „Beifang“. Arten wie der Maui-Delfin und der Nordatlantikwal werden dadurch an den Rand des Aussterbens gebracht.

Diese aggressiven Fischereipraktiken leeren unsere Ozeane in alarmierendem Tempo. Große Teile der Meere wurden völlig überfischt, und es würde drastischer Maßnahmen bedürfen, um sie wiederherzustellen. Laut einer Studie von Science aus dem Jahr 2017 könnten Meeresfrüchte im Jahr 2048 vollständig verschwunden sein.

Nun, da die kommerzielle Fischerei den Fischbestand unserer Ozeane beinahe vollständig leergefischt hat, hat sich die Fischereiindustrie dazu entschieden, in geschlossenen Betrieben Fische zu züchten – ein Prozess, der als Aquakultur bezeichnet wird. Derartige Farmen züchten Millionen von Fischen in Netzkäfigen in Küstengewässern.

Die Haltung vieler Fische in kleinen Gebieten führt zu einer Reihe von Umwelt- und Gesundheitsgefahren.

Beginnen wir mit der Kontamination durch Fäkalien. Die enormen Mengen an Fäkalien, die von Fischen in den genannten Betrieben produziert werden, stören das natürliche Gleichgewicht des ozeanischen Ökosystems. In einigen Fällen hat die riesige Menge an Exkrementen, die sich unter den Käfigen angesammelt hat, in der Tat dazu geführt, dass der Meeresboden verfault.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Krankheiten. Da auf diesen Farmen so viele Fische auf engem Raum zusammengepfercht sind, sind sie besonders anfällig für Krankheiten. In Schottland zum Beispiel ist fast die Hälfte der in diesen Netzkäfigen gehaltenen Lachse von Läusen befallen.

In Fischfarmen werden immer mehr Chemikalien und Antibiotika eingesetzt, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu kontrollieren – erfolglos. Fischkadaver und mit Antibiotika gefütterte Fische verschmutzen die Küstengebiete um diese Farmen – und stellen eine große Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar.

Die Garnelenzucht beispielsweise hat viele Feuchtgebiete an der Küste, darunter auch Mangrovenwälder, zerstört. Und das einst unberührte Heiligtum von Kolleru in Indien – einer der größten Süßwasserseen Asiens, der mehrere Inseldörfer mit Trinkwasser versorgt – wurde aufgrund seiner ausgeprägten Garnelenzucht für den Export mit Pestiziden und Chemikalien belastet.

Die Ironie besteht darin, dass die Aquakultur eigentlich dazu gedacht ist, gegen das Problem der Überfischung anzukämpfen – sie aber tatsächlich zum Problem beiträgt. Dies liegt daran, dass die Fische, die in diesen Farmen gefangen und eingesperrt werden, häufig ihre wild gefangenen Artgenossen verfüttert bekommen. Es ist ein Teufelskreis, der völlig unhaltbar und kein bisschen nachhaltig ist.

Also, was können Sie selbst tun?

Um die durch die Aquakultur verursachte Umweltzerstörung zu stoppen, sollten Sie aufhören, Fisch und andere Meerestiere zu essen.

Aber keine Sorge, Sie können trotzdem Meeresfrüchte genießen – auf vegane Art!

Es gibt einige tolle vegane Fischalternativen! Viele Online-Shops, wie z. B. alles-vegetarisch.de bieten Produkte wie veganen Thunfisch, veganes Fischsteak, Tofugarnelen, Fisch- bzw. Gemüsestäbchen, Soja-Lachsfilet oder Veggie-Lachs am Stück an. Auf der Seite der Organisation ProVeg finden sich auch zahlreiche Ideen und Tipps für veganen Fischersatz.

Sind Sie bereit für eine vegane Fastenzeit? Dann laden Sie jetzt Ihr Veganes Starterkit herunter.

Katrina Fox ist Journalistin und PR-Beraterin und hat für eine breite Palette von Print- und Online-Medien in Großbritannien, den USA und Australien geschrieben. Sie ist seit 21 Jahren Veganerin und Gründerin von VeganBusinessMedia.com. Sie bietet Beratungen und Schulungen für vegane Unternehmerinnen und Unternehmer, Autorinnen und Autoren und Kreative. Katrina stammt aus Großbritannien und lebt in Sydney. Sie ist die australische Kampagnenmanagerin für Million Dollar Vegan.

Aquakultur – also die industrielle Fischzucht – birgt eine Vielzahl von Gefahren für Gesundheit und Umwelt. Zudem wirft die Sklavenarbeit, die in der Garnelenindustrie besonders verbreitet ist, ethische Probleme auf, ebenso wie das Problem der Tierquälerei, was bei Meerestieren häufig übersehen wird. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Fische empfindungsfähig sind und sowohl körperliche als auch emotionale Schmerzen verspüren – genau wie auch Krebse, Hummer und andere Krebstiere.

Vegane Ernährung entdecken

Zum Veganen Starterkit